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FAQ- alle Fragen zum Klavierunterricht

Brauche ich ein eigenes Klavier?

 

Nur Übung macht den Meister! Deshalb braucht jeder Klavierschüler ein eigenes Instrument in seinem Zuhause. Es gibt diverse Varianten im Angebot, die in zwei Hauptgruppen unterteilt werden: 

Akustische Instrumente (Flügel und Klavier) stellen den traditionellen Typus dar und erzeugen den Klang auf mechanische Weise. Sie zeichnen sich durch ein großes Klang- und Ausdrucksspektrum aus. 

Silent Pianos (Klavier/Flügel mit Stummschaltung) gibt es inzwischen von vielen Herstellern. Sie verbinden die Vorteile des akustischen Klaviers (breites, individuelles Klangspektrum) mit den Vorzügen des Digitalklaviers (Stummschaltung, digitale Aufnahmemöglichkeit).

Digitalklavier oder E-Piano/E-Flügel erzeugen den Klang digital. Moderne E-Pianos haben eine Anschlagsdynamik (sie können laute und leise Klänge erzeugen), im Gegensatz zu akustischen Instrumenten fehlt ihnen aber die Varianz in der Klangfarbe. Ein Vorteil des E-Pianos ist die Möglichkeit, den Klang mithilfe von Kopfhörern stummzuschalten, zudem bieten sie digitale Aufnahmemöglichkeiten und verschiedene Register. E-Pianos sind für Anfänger nicht geeignet, da das Erzeugen eines individuellen Klanges nicht möglich ist.

 

Bitte lassen Sie sich vor dem Kauf eines Instruments eingehend beraten! Insbesondere für junge Anfänger ist die Wahl des richtigen Instruments äußerst wichtig, da sich die Klangvorstellung und die Fähigkeit zum individuellen Ausdruck in der Kindheit angelegt wird. Die Klavierhäuser bieten flexible Leasingmöglichkeiten an, anhand derer Sie Ihre eigene bzw. die "Klaviertauglichkeit" Ihres Kindes testen können. Ich biete gerne an, mit Ihnen in einem der Münchner Klavierhäuser ein Instrument auszusuchen:

Piano Fischer München: 

https://www.piano-fischer.de

Steinway-Haus München:

https://eu.steinway.com/de/haendler/steinway-muenchen/steinway-muenchen/

Welche Ausstattung brauche ich außerdem?

- Fußbank

Neben einem guten Instrument brauchen Sie eine Fußbank, damit die noch kurzen Beine nicht baumeln, sondern festen Halt haben. Da Ihr Kind kontinuierliche wächst, sollte diese höhenverstellbar sein. Ein sehr gutes und extrem robustes Modell aus Metall und Holz können Sie hier bestellen:
Schlosserei Thomas Fürst

Kontakt: https://www.mux.de/Kunst-und-Bauschlosserei-Fuerst

- Noten und CD

des Weiteren benötigen Sie den ersten Band der Suzuki-Klavierschule mit CD

Suzuki Piano School Volume 1, New International Edition, ISBN 9780739051641

Bitte achten Sie bei der Bestellung darauf, die richtige ISBN-Nummer anzugeben. Die Suzuki-Klavierschule ist meist bei den gängigen Online-Händlern, aber auch in Musikfachgeschäften erhältlich (z.B. Musik Lienhard in Pasing, https://www.musik-lienhard.de)

- ZEIT ZUM ÜBEN!!!! Bitte integrieren Sie das tägliche Üben in Ihren Familienalltag. Bei kleinen Anfängern reichen 10min täglich, mit wachsender Erfahrung verlängert sich die tägliche Übezeit kontinuierlich.

Wie oft muß ich/mein Kind üben?

Damit das Klavierspielen Spaß macht, ist tägliches Üben ratsam. Insbesondere Kinder ziehen ihre Motivation aus stetigen und spürbaren Fortschritten. Diese resultieren wiederum aus Übung. Wie auch im Sport prägen sich neue Bewegungsmuster durch Wiederholung ein. Diese Wiederholungspraxis interessant und abwechslungsreich zu gestalten, ist Aufgabe der Eltern, die ihrerseits in den wöchentlichen Unterrichtsstunden durch ihren Lehrer beraten und instruiert werden. Auch das Gedächtnis braucht Wiederholung, um neu Gelerntes abspeichern zu können. Dabei spielt die Verknüpfung mit bereits vorhandenen Fähigkeiten eine wichtige Rolle. So arbeiten Suzuki-Schüler stets nicht nur an einem Stück, sondern wiederholen beständig bereits gelernte "alte" Stücke. Diese bilden das Material für die Arbeit am Klang und musikalischen Ausdruck. Pianistische Grundtechniken wie Tonleitern etc. sind alltägliche Werkzeuge jedes Klavierspielers und sollten ein Bestandteil des täglichen Übepensums sein. Alle genannten Übeelemente sind natürlich auch für Erwachsene relevant!

Warum muß mein Kind die Suzuki-CD hören?

Innerhalb der Suzuki-Methode lernen Kinder ihre Stücke zunächst ausschließlich nach Gehör, wobei die Aufnahmen der Unterrichtsstücke als Quelle dienen. Ist der Klang der Stücke fest im Gedächtnis verankert, hat Ihr Kind stets eine detaillierte und korrekte "Vorlage" im Ohr, anhand derer es beim Spielen orientiert. Die Abgleichung von Klangvorstellung und tatsächlichem Klang funktioniert auch bei sehr jungen Kindern unglaublich gut- versteckt der Lehrer beim Vorspielen einen falschen Ton, reagieren gut trainierte Kinderohren sofort. So ist das Erlernen neuer Stücke "nur" eine Sache des richtigen Fingersatzes, das mühselige Suchen der richtigen Töne fällt weg. Natürlich ist das motorische Umsetzen des inneren Klangbildes eine komplexe Aufgabe, für die Ihr Kind einen Lehrer, hilfreiche Eltern und viel Training braucht! Bauen Sie das häufige Hören Ihrer Suzuki-CD in Ihren Familienalltag ein. Lassen Sie die Aufnahme bei verschiedenen Gelegenheiten laufen (Hintergrundlautstärke reicht aus!!!!): Beim gemeinsamen Essen, beim Einschlafen (sehr effektiv!), beim Autofahren etc. Sorgen Sie dafür, daß die Aufnahmen jederzeit zur Hand sind- heutzutage ist dies dank digitaler Technik in Smartphones etc. sehr einfach geworden. 

Was ist meine Aufgabe als Mutter/Vater?

Sie sind innerhalb des Suzuki-Dreiecks Kind-Elter-Lehrer die wichtigste Bezugsperson beim täglichen Üben. Bei ist notwendig, daß sie selber Klavier spielen können. In der Vorbereitungsphase bringe ich Ihnen die ersten Stücke der Klavierschule bei und erläutere Ihnen, worauf es beim Üben ankommt und wie Sie mit Ihrem Kind zuhause arbeiten. Dabei ist Kreativität gefragt, um das Üben interessant und abwechslungsreich zu gestalten. Ich lasse Sie gerne in meine gut gefüllte Trickkiste greifen, damit Ihnen nicht die Ideen ausgehen! Sie sind außerdem für das Zur-Verfügung-Stellen der Suzuki-CD oder -Playlist verantwortlich. Bitte nehmen Sie das häufige Hören der CD sehr ernst. Wenn Ihr Kind alle Stücke gut im Ohr hat, ersparen Sie sich einen guten Teil Übefrust!

Wie unterscheidet sich die Suzuki-Methode von anderen Unterrichtsformen?

Es gibt drei typische Charakteristika, die sie von traditionellen Unterrichtsformen unterscheidet:

1. der frühe Beginn: Suzuki-Schüler beginnen mit dem Instrumentalunterricht bereits im Kindergartenalter. Voraussetzungen für das Gelingen sind dabei die aktive Mitarbeit der Eltern, die eine musikalische Umgebung schaffen und das tägliche Üben sowie den Unterricht begleiten.

2. Spiel nach Gehör: Unter Berücksichtigung der hohen Leistungsfähigkeit der auditiven Aufnahme- und Verarbeitungsfähigkeit im frühen Kindesalter spielen Suzuki-Schüler in der ersten Zeit ausschließlich nach Gehör. So erlangen sie bei entsprechender Übung schnell sehr schnell ein ausgezeichnetes musikalisches Gehör, entwickeln ihr Gedächtnis und eignen sich hervorragende instrumentaltechnische und musikalische Fähigkeiten an. Das Spiel nach Noten hat in der Suzuki-Methode einen ebenso hohen Stellenwert wie in traditionellen Unterrichtsformen, wird aber zeitversetzt eingeführt. So hat ein Suzuki-Schüler zur Zeit des Schuleintritts oft bereits mehrere Jahre Spielerfahrung und profitiert auch in der Schule von den im Instrumentalunterricht erworbenen Fähigkeiten. Die Fähigkeit, nach Gehör zu spielen, ist im Erwachsenen- und auch späteren Kindesalter mit erheblich mehr Aufwand zu erlernen, insofern entwickeln sich aus Suzuki-Schülern oft gute Improvisatoren, die sich in allen Musikgattungen zurechtfinden.

3. die internationale Vernetzung der Suzuki-Familien und Suzuki-Lehrer: Die Suzuki-Methode hat sich seit denn ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts über alle Kontinente verbreitet. Die internationale Gemeinschaft der Suzuki-Lehrer ist in der International Suzuki Association (ISA) organisiert, die sich ihrerseits in Kontinent- und Nationalgesellschaften unterteilt. Von der Internationalität der Methode profitieren Suzuki-Schüler unmittelbar, wenn sie Suzuki-Workshops und -Festivals besuchen. Diese werden von den nationalen Suzuki-Gesellschaften wie auch von einzelnen Lehrern oder Regionalgruppen veranstaltet und stehen allen Suzuki-Schülern offen. Der Austausch, der sich dadurch ergibt, ist in musikalischer, sozialer und sprachlicher Hinsicht einzigartig und nachhaltig prägend.

 Informationen über das weltweite Suzuki-Netzwerk finden Sie unter folgenden Links:

SuzukiMusik Deutschland: www.suzukimusik.de

European Suzuki Association: www.europeansuzuki.org

International Suzuki Associationwww.internationalsuzuki.org 

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