Häufig gestellte Fragen
? Was ist die Suzuki-Methode?
! ...ein ganzheitliche Erziehungsmethode mit Mitteln der Musik. Genaue Informationen finden Sie hier.
? Welche Voraussetzungen muß mein Kind erfüllen, um in die Klavierklasse aufgenommen zu werden?
! ...Jedes Kind hat die Anlagen zum Erlernen des Klavierspiels. Die notwendigen Voraussetzungen zur Entfaltung dieser Anlagen zu schaffen, ist Aufgabe der Eltern.
Hierzu zählt:
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‣die Bereitung einer musikalischen Umgebung (Anhören von guten Musikaufnahmen, insbesondere klassischer Musik)
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‣die Beschäftigung mit und Zustimmung zur Suzuki-Philosophie (Literatur und Links dazu finden Sie hier)
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‣die Mitarbeit der Eltern bei jeder Unterrichtsstunde und beim täglichen Üben
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‣die Einbindung des täglichen Übens in den Familienalltag
? Welche materiellen Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
! ...Folgende Materialien müssen zur Verfügung stehen:
Instrument: Sie benötigen ein akustisches Klavier (kein Digitalpiano, Keyboard oder Synthesizer) oder einen Flügel. Das Instrument muß in gutem klanglichen und technischen Zustand sein. Es muss die Stimmung halten, die Tasten dürfen nicht klemmen und der Anschlag gleichmäßig sein.
Sitzbank: Sie benötigen eine höhenverstellbare Sitzbank (keinen Drehhocker oder Stuhl).
Fußbank: Solange die Beinlänge Ihres Kindes es noch nicht zuläßt, dass die Füsse fest und flach auf dem Boden stehen, benötigen Sie eine höhenverstellbare Fußbank. In Deutschland erhältlich ist die „Marburger Klavier-Fußbank“.
Bücher: Pflichtlektüre für alle Suzuki-Eltern: „Erziehung ist Liebe“ von Shinichi Suzuki (Bosse-Verlag). Im Shop des britischen Suzuki-Instituts (BSI) erhalten Sie zahlreiche hervorragende Bücher und Ratgeber für Suzuki-Eltern.
Noten: Neueinsteiger benötigen folgende Noten: Suzuki Piano School Volume 1, New International Edition, erhältlich unter www.britishsuzuki.org
CD: Die Suzuki-CD beinhaltet Aufnahmen aller Stücke, die im Unterricht erarbeitet werden. Die CD ist das Rückgrat des Suzuki-Unterrichts, da sie für die kleinen Anfänger die einzige Bezugsquelle für die Musikstücke darstellt. Die CD muss bereits im Vorfeld des Unterrichts täglich mehrfach gehört werden, damit sich die Musik einprägt und präsent ist.
Bezugsquellen für Materialien, Noten etc. finden Sie hier.
? Was ist das Ziel der Suzuki-Methode?
! ...Ziel ist die Charakterentwicklung des Kindes. Obwohl die Suzuki-Methode weltberühmte Musiker wie Hilary Hahn, Joshua Bell oder Sol Gabetta hervorgebracht hat, ist das primäre Ziel von Suzuki-Pädagogen die Charakterformung. Ein bekanntes Zitat Shinichi Suzukis dazu lautet: „Child first-then music!“
? Was unterscheidet die Suzuki-Methode von der traditionellen Musikpädagogik?
! ...Inhaltliche und didaktische Unterschiede sind:
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‣früherer Beginn ab 3 Jahre (traditionell: 5-6 Jahre)
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‣Priorisierung der Gehörentwicklung vor dem Notenlesen
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‣Spiel ohne Noten, bis das Gehör ausreichend entwickelt ist
? Was sind die Vorteile der Suzuki-Methode?
! ...Durch den Beginn im Vorschulalter haben Suzuki-Kinder beim Schuleintritt bereits ein stabiles Spielniveau erreicht. Das bedeutet, dass die Doppelbelastung „Gewöhnung an den Schulalltag“ plus „Gewöhnung an das Klavierspielen“ nicht auftritt. Die positiven Auswirkungen des 2- bis 3jährigen Vorsprung vor traditionell unterrichteten Klavierschülern wirken sich auch in der schwierigen Phase der Pubertät sehr positiv aus. In dieser Lebensphase, in der traditionell unterrichtete Musikschüler häufig „das Handtuch werfen“, ist es für Suzuki-Schüler leichter, durchzuhalten, da sie sich bereits eine sehr solide Basis erarbeitet haben. Der frühe Beginn fördert außerdem in besonderem Maße Fähigkeiten wie Gedächtnisleistung, Konzentration, Disziplin und Ausdauer- essentielle Voraussetzungen für die Schulreife und die gesamte Schulkarriere. Die enge Zusammenarbeit mit den Eltern fördert zudem den familiären Zusammenhalt, in den Gruppenstunden werden soziale Fähigkeiten gefördert. Suzuki-Kinder werdem häufig als gute Zuhörer und empathische Persönlichkeiten beschrieben, ihr natürlicher Zugang auch zu fremden Sprachen macht sie zu kommunikativen und weltoffenen Mitmenschen.